09.01.2026
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5 Min

Das WILD UND HUND-Kinderrevier

Natur des Jahres 2026

Die gekürten Arten des Jahres

Natur des Jahres 2026

Bild: PPZV

 

Blume des Jahres – Acker- oder Feldrittersporn


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(Bild: Hermann Timmann/Loki-Schmidt-Stiftung)
Ob an Getreidefeld- bzw. Wegrändern oder auf lehmigen Erdhaufen – die dunkel­blauviolett blühende Pflanze könnt ihr zwischen Mai und September schon von Weitem leuchten sehen. Die Blütenstände sind traubenförmig angeordnet. Auffällig ist der etwa 2 bis 3 cm lange Blütensporn, dem die Blume auch ihren Namen verdankt. Die Pflanze wird ca. 40 cm hoch. Von ihrem Stengel gehen viele Blattzweige ab. Die Blätter sind mehrfach geteilt und haben lange, schmale Zipfel. Achtung: Der Rittersporn ist wirklich schön anzuschauen, aber alle Pflanzenteile sind leicht giftig!
 

Lurch des Jahres – Alpensalamander


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(Bild: DGHT/Benny Trapp)
Die meist nachtaktiven Tiere werden etwa 10 bis 12 cm lang, Weibchen bis zu 15 cm. Ihre glänzende Haut ist auf der Ober­seite schwarz, die Körperunterseite dunkelgrau gefärbt. Von April bis Oktober sind sie in lich­ten, feuchten Buchen- und Laubmischwäldern mit Bachläufen, auf Alpenweiden, Fluren mit Felsen und Zwergsträuchern sowie Schutthalden zu finden. Auf ihrem Speiseplan stehen Schnecken, Larven, Spinnen, Würmer und Insekten. Nach einer Tragzeit von 2 bis 3 Jahren (!) wird im Sommer 1 – selten 2 – ca. 5 cm großes Jungtier lebend an Land geboren, das über die Lunge atmet. Die Lurche verbringen die kalte Jahreszeit in Winterstarre.
 

Schmetterling des Jahres – Wiesenknopf-Ameisenbläuling


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(Bild: T. Laußmann/BUND NRW)
Im Juli/August fliegt der Falter auf blühenden Wiesen und an Wegrändern. Männchen haben eine graublaue Flügeloberseite, Weibchen eine dunkelbraune mit bläulichem Flügelansatz. Die Unterseiten sind zimtfarben mit bogenförmig angeordneten schwarzen Punkten darauf. Er lebt auf dem Wiesenknopf, seiner Futterpflanze. Seine jungen Larven lassen sich von Ameisen in deren Nester tragen. Durch ihren besonderen Duft und Honigdrüsen am Körper werden die Raupen nicht als Feinde erkannt und können so viele Ameisenlarven fressen. Nach dem Schlüpfen im Nest kann er, dann ungetarnt, selbst zur Beute der Ameisen werden.
 

Fledermaus des Jahres – Kleiner Abendsegler


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(Bild: Marko König/NABU S-H)
Die Fledermaus hat eine Flügelspannweite von 26 bis 32 cm, ist etwa 5 bis 7 cm groß, hat einen ca. 4 cm langen Schwanz, wird bis 20 g schwer und trägt kurzes, anliegendes Fell. Die Haare sind am Ansatz schwarzbraun und an den Spitzen rostbraun gefärbt. Nach der Paarungszeit (Ende Juli bis September) werden die Jungen nach einer Tragzeit von etwa 7 Wochen in den Wochenstuben (Baumhöhlen, Fledermaus­kästen) der Sommerquartiere geboren. In Baumkronen und an Straßenlaternen kann man die nachtaktiven Säugetiere beim Jagdflug beobachten. Von Oktober bis April halten sie Winterschlaf in (Baum-)Höhlen.
 

Insekt des Jahres – Warzenbeißer


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(Bild: D. Kucharski K. K./shutterstock.com)
Offene, halbtrockene Magerrasen liebt das bis zu 4 cm große Insekt, das von Juni bis Oktober aktiv ist. Im Spätsommer legt das Weibchen bis zu 300 Eier in den Boden. Dort können sie bis zu 7 Jahre bleiben, bevor die Tiere schlüpfen. Durch die würfelförmigen Muster auf den Vorderflügeln kann man ihn gut von anderen Heuschrecken unterscheiden. Er hat einen kräftigen Körper und lange Fühler. Seine Farben variieren von hellem Grün bis hin zu verschiedenen Brauntönen. Seinen Namen hat der Warzenbeißer von einem alten Volks­glauben: Angeblich sollten sein fester Biss und sein „scharfer Saft“ – er verspritzt bei Gefahr Verdauungssaft – Warzen heilen können.
 

Fisch des Jahres – Europäischer Wels


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(Bild: Elena Podolnaya/shutterstock.com)
Er kann bis zu 3 m lang und bis zu 150 kg schwer werden. Sein langer, walzenförmiger Körper ist schleimig, er hat aber keine Schuppen. Typische Merkmale sind der große, breite Kopf, kleine Augen, ein oberständiges Maul sowie die 6 Barteln. Sie sind wichtige Tastorgane für ihn in trübem Wasser. Außerdem hört und riecht der Wels sehr gut. Der Raubfisch ernährt sich von Fischen, Krebsen, Würmern, Schnecken, Insekten, Fröschen und Aas, nimmt aber auch Wasservögel und kleine Säugetiere. Er ist der größte Süßwasserfisch Europas und lebt in den Flusssystemen von bspw. Rhein und Donau, aber auch in größeren Seen und Teichen.

Autor: Petra Wenzel