03.03.2026
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2 Min

Das WILD UND HUND-Kinderrevier

Der Rothirsch

Tier des Jahres 2026

Der Rothirsch

Bild: PPZV

Mit seiner Ernennung zum Wildtier des Jahres 2026 ist aber nicht nur der Geweihträger gemeint, sondern sämtliches Rotwild, also auch die weiblichen Stücke. Der Rothirsch ist das größte in Deutschland lebende Landsäugetier.

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(Bild: Karl-Heinz Volkmar)
Die Stücke leben gesellig in Rudeln zusammen. Übers Jahr bilden Alttiere mit ihrem Nachwuchs und Schmalstücken eigene Rudel, sog. Kahlwildrudel, genau wie die Hirsche es tun. Nur zur Brunft (Paarungszeit) im September/Oktober kommen sie zusammen. Auf den Brunftplätzen herrscht dann reger Betrieb, und ihr könnt die Hirsche röhren hören. Im Mai/Juni des darauffolgenden Jahres setzen (gebären) die Alttiere ihre Kälber.
Die Wildart liebt halboffene Landschaften. Da sie auf Störungen, wie Wanderer, Fahrradfahrer usw., sehr empfindlich reagiert, ziehen sich die Stücke meist in den Wald zurück. Sie äsen (fressen) täglich bis zu 20 kg Pflanzen und gestalten so auch die Landschaft, in der sie leben. Sie halten sie offen, sodass Gräser und Kräuter wachsen können. Schmetterlinge, Bienen und Ameisen bspw. finden dort ihren idealen Lebensraum. Da Rotwild aber auch Baumtriebe und -rinde äst, entstehen Schäden an den jeweiligen Bäumen.
Rotwild muss von einem Lebensraum zum anderen wandern können. Es legt dabei auch große Strecken zurück, v. a. junge Hirsche, die sich neue Lebensräume suchen. Das ist insbesondere deshalb wichtig, damit sich Stücke aus unterschiedlichen Rudeln und verschiedenen Landstrichen miteinander verpaaren können. So bleibt der Wildbestand gesund. Häufig werden diese Wanderrouten aber durch Straßen, Bahnstrecken oder Kanäle verbaut, und der Austausch ist nicht mehr möglich.

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Auf dem Brunftplatz kämpfen Hirsche um die Gunst der weiblichen Stücke. (Bild: Michael Stadtfeld)

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Nach etwa 8 Monaten Tragzeit kommen die Kälber zur Welt. (Bild: Reiner Kaufung)

Autor: Petra Wenzel